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Autor Thema: Besuch der Gärtnerei Werner Metzger - NEON-Verbund  (Gelesen 6479 mal)

lm

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Besuch der Gärtnerei Werner Metzger - NEON-Verbund
« am: 25. November 2011, 19:56:52 »

Der harte Kern unserer Landesgruppe traf sich am 19. November bei Schönaich/Böblingen zu einem Besuch der Orchideengärtnerei von Werner Metzger. Die Gärtnerei gehört dem NEON-Verbund von 6 Gärtnereien in Deutschland und in der Schweiz  an (New European Orchids Network) jede mit einem unterschiedlichen Schwerpunkt. W. Metzger hat den Betrieb von seinen Eltern 1991 übernommen, sich von den „gewöhnlihen“ Topfpflanzen gelöst, um sich  auf die Kultur von Orchideen zu spezialisieren. Hauptsächlich Phanaelopsis-Hybriden werden dort großgezogen. Auf über 10 000 m2 Gewächshausfläche werden Jungpflänzchen bei 25“C aufgezogen, nachdem diese aus den Flaschen herausgenommen wurden. Im Kampf gegen Energieverlust wird nach den neuesten Regeln mit Wärmeschirmen unter den Glasdächern entgegengewirkt. Nach 6 Monaten werden die Jungpflänzchen eingetopft und später zur Blüteninduktion in die kühlere Abteilung bei 18°C gebracht.
Vor dem Gießen wird das Regenwasser mit Chlordioxyd ClO2 behandelt (wird übrigens auch zur Trinkwasserdesinfektion verwendet) dies entfernt den Biofilm und tötet Bakterien, Sporen und Viren. Bei jedem Gießen wird gedüngt und oft mehrmals am Tag gesprüht. Alles geschieht automatisch und computergesteuert. Werner Metzger achtet peinlich darauf, dass kränkliche/befallene Pflanzen sofort aus dem Sortiment entfernt werden. Mit Hilfe der Larven von Florfliegen aus der Gattung  Chrysopa kann er den Einsatz von Pestiziden auf ein Minimum reduzieren.
Wie Zinnsoldaten stehen ganze Armeen blühender Phanaelopsen (über 200 000 jedes Jahr) parat für den Abverkauf zu den jeweiligen Feiertagen im Jahr.
Wir waren alle sehr beeindruckt über die tadellose Pflege und die makellosen Pflanzen und haben alle kräftig eingekauft.
Laetitia
Gespeichert
herzliche Grüße
Laetitia Merou

Nomina si nescis, perit et cognito rerum - "Wenn Sie die Namen nicht kennen, geht Ihr Wissen verloren".
C. Linnaeus, 1737.