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Autor Thema: Cattleya richtig Düngen (Dünger, Leitwert, Stärkungsmittel)  (Gelesen 3990 mal)

Kosmo83

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Hi,
in einem anderen Thread habe ich ja schon erwähnt, dass ich meine Cattleya-Sammlung nahezu komplett auf rex und dowiana ausgerichtet habe.
Andere BLC-Hybriden habe ich verschenkt oder verkauft, bis auf ein paar Phalis habe ich also nur noch meine Rexis und Dowianas.

Bislang habe ich immer mit dem Peters 20-20-20 gedüngt, wurde mir so empfohlen, Osmosewasser oder Regenwasser nehmen und bis 500/550 microsiemens aufsalzen.
Also Anfänger in der Haltung von Cattleya, vorallem wenn man sonst eher den braunen Daumen hatte, nimmt man das erstmal so hin.
Aber was lernt man im Studium... überprüfe den Inhalt deiner Informationen, hinterfrage sie.
Also bei etwa 5g Dünger/10l Wasser hätte ich dann ja NPK von 100-100-100 mg/l. Da ich mich auf Grund von Sport durchaus ein wenig mit Ernährungslehre beschäftige, war mir dann klar, dass das nicht so ganz alles sein kann.
Gut, ich habe noch mit Leitungswasser im Wechsel gegossen (570 microsiemens), aber minearlischer Dünger und Leitungswasser ??
Wie leben denn die Pflanzen in der Natur, in Symbiose mit Pilzen und Microorganismen, Sprich es stehen der Pflanze noch andere Stoffe wie Enzyme, Vitamine etc. zur Verfügung.

Also habe ich angefangen zu recherchieren.
Unter anderem bin ich auf folgende Artikel gestoßen
http://www.ofnds.de/Orchideenkultur/Wasser_Dunger.pdf
http://www.ofnds.de/Orchideenkultur/Artikel_Orchideenkultur1_Bilder.pdf
http://www.ofnds.de/Orchideenkultur/Artikel_Orchideenkultur2_Bilder.pdf
http://www.ofnds.de/Orchideenkultur/Artikel_Orchideenkultur3_Bilder.pdf
http://www.orchideen-wien.at/oz15-36-47-Duengen.pdf

Aus diesen Artikeln habe ich herausgelesen:
- Nährstoffanalys von Cattleya ca. N: 77mg/l P:26mg/l K:150 mg/l CaO: 285 mg/l MgO: 51 mg/l
- Das Gießwasser sollte einen geringeren Salzgehalt haben, um auf Grund des Osmotischen Druckes Wasser IN die Pflanze zu kriegen und nicht raus
- Zusatzstoffe wie Power Zyme, Wurzel Komplex, SuperVit, LiqHumin etc. gibt es, haben positiven Einfluss auf die Orchideen und ähneln den Stoffen in der Natur
- Hüttenkalk (42% CaO, 16% MgO...) kann benutzt werden um um den Kalziumbedarf zu decken

Also kurz gerechnet, ich bräuchte einen 10-2,5-20-38-6,8 (N-P-K-Ca-Mg) Dünger. GIBT ES SO NICHT, zumindest habe ich ihn nicht gefunden.
ABER, Peters Excel CalMag Finisher hat 13-5-20-7-2
Nächster Punkt, die Konzentration an Salzen muss im Gießwasser geringer sein als in der Pflanze, alle Nährstoffe müssen aber Vorhanden sein (Liebig-Minnimumtonne)

Also weiter gerechtent, bei 10l Gießwasser, 5,5g Dünger ergibt: 71,5-27,5-110-38,5-11
Zwei Sachen fallen auf, 1. zu viel Phosphor, 2. zu wenig CaO und MgO
Also gerechnet 5g/10l Hüttenkalk sind 210 mg/l CaO und 80 mg/l Mgo
Ergibt : 71,5-27,5-110-248,5-91
So, nun die Frage zu der Sache, in wie Weit ist MgO für den Osmotischen Druck verantwortlich und muss ich hier den Hüttenkal auf das MgO anpassen? Auch um die P-Konzentration anzupassen müsste ich dann wohl auf 5g/10l ??

Dazu kämen dann hoch Zusätze wie Hesi Wurzel Komplex, Hesi SuperVit, Hesi Power Zyme, LiqHumus.

Habe ich irgendwo einen Denkfehler ?
Wenn ich die Konzentrationen so anpasse, dass ich immer weniger Mineralien im Gießwasser als in der Planze habe, käme ich auf
5g Dünger, 2,5g Hüttenkalk pro 10l Gießwasser.
65-25-100-135-50 mg/l

Das heißt, der limitierende Faktor wäre ganz eindeutig das Kalzium (angestrebt 250 im Gießwasser 135, different 115 mg/l)

Habt ihr noch eine Idee, das ganze zu optimieren ??
Das sind bis jetzt noch rein Theoretische überlegungen die Düngemittel sind im Zulauf



« Letzte Änderung: 18. Februar 2014, 16:41:40 von Kosmo83 »
Gespeichert
Ciao
Chris

P.s.: Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten ;) Ich bin Maschbauer, ich kann besser rechnen als schreiben :P