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Autor Thema: Blätter sind krank?  (Gelesen 4036 mal)

helmriek

  • Gast
Blätter sind krank?
« am: 23. Juli 2014, 23:08:31 »

hallo,
absoluter beginner hat voriges jahr eine blühende orchidee gekauft. Dieses jahr will sie nicht blühen, und blätter verändern sich und fallen ab.
(Siehe foto). Krankheit? Pflegefehler? Leider null ahnung.
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MartinK

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Re: Blätter sind krank?
« Antwort #1 am: 24. Juli 2014, 00:16:03 »

Hallo,

das sieht nach einer Fäule aus, die von Bakterien oder Pilzen hervorgerufen wird. Solche Infektionen sind häufig das Resultat von Pflegefehlern, wie zu nass und/oder zu kalt. Letzteres mag ich bei der sommerlichen Hitze z.Z. nicht annehmen. Dazu sehe ich, dass der Übertopf sehr eng anliegt. Auch dies kann dazu führen, dass die Pflanze zu lange nass bleibt. Ein Übertopf sollte immer mindestens 1 cm Luft haben, und der Topf mit der Pflanze darf nicht im Wasser stehen. Eventuell hat sich auch der Pflanzstoff zu sehr zersetzt und bleibt dadurch zu lange feucht. Dagegen hilft umtopfen. Schwer zu sagen, ob die Pflanze zu retten ist, dass hängt davon ab, wie schnell die Fäulnis fortschreitet. Sofortiges Umtopfen in frisches Substrat (kein größerer Topf) kann vielleicht noch etwas retten.

Viel Erfolg!

Martin
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BLC

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Re: Blätter sind krank?
« Antwort #2 am: 24. Juli 2014, 12:10:35 »

Die Blätter sind definitiv krank. Aber woran?
Wie schauen die Wurzeln aus?
Könntest Du den Ballen mal aus dem Topf heben und uns ein Foto machen?

BG
BLC
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Wolfgang Ermert

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Re: Blätter sind krank?
« Antwort #3 am: 12. August 2014, 12:41:34 »

Die sogenannte Schwarzfäule hat ihre Ursache in Phythium bzw. Phytophtora Pilze. Sie unterscheidet sich von einem bakteriellen Befall durch einen klar abggrenzten Rand, hingegen sind bei Bakterien der Rand immer helldurchscheinend und fortschreitend. Bekämpfen muss man den Befall umgehend, da die Pilzsporen auch schnell auf andere Pflanzen übergehen können. Dazu topft man die Pflanze aus und badet sie in einem Fungizid wie Fenomenal etwa 10 Minuten Dieses hat eine sehr hohe spezifische Wirkung aufgrund zweier Komponenten die unterschiedlich wirken eines als Kontaktgift, das andere systemisch. Wenn man dann die Wurzeln nach dem Tauchbad betrachtet, erkennt man schnell, welche nicht mehr intakt sind. Diese muss man dann entfernen und danach die Pflanze im frischen Substrat wieder eintopfen. Der Blattschaden ist übrigens irreparabel. Alles das und noch viel mehr auch zu den diskutierten Fall der Spinnmilben, bei dem richtigreweise gesagt wurde, dass ein rasches Handeln angeraten ist - ich empfehle aber vor allem auch Kanemite oder Floramite zwei ausgezeichnet wirkende Mittel - kann man kurz und klar in der Broschüre für Schädlingsbekämpfung bei Orchideen (siehe Rezension in der Z :Deitschrift Die Orchidee) nachlesen, die vor kurzem erschienen ist und daher auch auf dem neuesten Stand der Spritzmittel ist!
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